Wenn das Hörvermögen abnimmt, sind Betroffene oft überfordert. Sie fühlen sich nicht mehr sicher, reagieren gereizt, verärgert oder gar aggressiv. Oft ist die Folge, dass sie direkte Konfrontationen – wie Gespräche in größerer Runde – vermeiden und sich immer mehr zurückziehen.
Sie merken zwar meist, dass etwas nicht stimmt, führen es aber nicht gleich auf eine Hörminderung zurück oder wollen diese nicht wahrhaben. Je früher man einen Hörverlust erkennt, desto besser ist es für alle Beteiligten. Denn durch rechtzeitige Behandlung können ein Fortschreiten des Hörverlustes verhindert und die Lebensqualität deutlich verbessert werden.
Hören mit Hörminderung
Viele bemerken die ersten Zeichen einer Hörminderung selbst gar nicht. Schlecht zu hören, bedeutet nämlich nicht unbedingt leiser zu hören. Alltägliche Dinge klingen auf einmal anders, als ob alles um einen herum verschwimmt. Bei einem Hörverlust gehen gewisse Frequenzen und Laute verloren. Man hört nur mehr unvollständig und aus „schön“ wird z. B. „Föhn“. Gesprächen kann man nur mehr schwer folgen. Viele Betroffene haben den Eindruck, dass Ihre Gesprächspartner*innen plötzlich undeutlich sprechen.