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Hörverlust erkennen

Eine Hörminderung bzw. einen Hörverlust zu erkennen, ist nicht so einfach. Ein Hörverlust tritt meist nicht plötzlich auf, sondern schleicht sich in der Regel in unser Leben. Das Verstehen von Sprache fällt immer schwerer und manche Geräusche nimmt man einfach nicht mehr wahr. Auch für das Gehirn ist es wichtig, eine Hörminderung rechtzeitig zu versorgen. 

Vorbereitung auf Hörtest im Neuroth-Fachinstitut

Hörverlust - mögliche Anzeichen

  • Lautes Fernsehen 

    Das laute Hören von Radio oder Fernsehen weist auf ein schlechteres Sprachverständnis hin. 

  • Schwierigkeiten bei Gesprächen 

    Betroffene unterhalten sich gerne, verstehen ihre Gesprächspartner*innen (in lauter Umgebung) aber schwer. 

  • Geräusche „verschwinden“ 

    Egal ob auf der Straße, in der Natur oder im Büro – typische Alltagsgeräusche wie zum Beispiel Regen oder Vogelgezwitscher lassen sich nur mehr schwer oder gar nicht mehr wahrnehmen. Auch das sind mögliche Anzeichen von Hörverlust.  

  • Meiden von bestimmten Situationen 

    Wer Situationen mit Störschall oder mit mehreren gleichzeitigen Gesprächspartnern wegen erhöhter Höranstrengung und kognitiver Belastung meidet, könnte ebenfalls von Hörverlust betroffen sein.  

  • Lärmempfindlichkeit 

    Paradoxerweise gehen einige Hörminderungen mit einer Überempfindlichkeit gegenüber lauteren Geräuschen einher – ein weiteres mögliches Anzeichen, an dem man einen Hörverlust erkennen kann.  

Mögliche Anzeichen für Hörverlust bei

  • Nicht erklärbare unterdurchschnittliche Schulleistungen 
  • Reagieren nicht auf Geräusche, wenden Blick einer Geräuschquelle nicht zu  
  • Verzögerter/schlechter/nicht vorhandener Spracherwerb 
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Kleines Kind auf gelben Hintergrund

Wie erkenne ich einen Hörverlust?  

Wenn das Hörvermögen abnimmt, sind Betroffene oft überfordert. Sie fühlen sich nicht mehr sicher, reagieren gereizt, verärgert oder gar aggressiv. Oft ist die Folge, dass sie direkte Konfrontationen – wie Gespräche in größerer Runde – vermeiden und sich immer mehr zurückziehen. 


Sie merken zwar meist, dass etwas nicht stimmt, führen es aber nicht gleich auf eine Hörminderung zurück oder wollen diese nicht wahrhaben. Je früher man einen Hörverlust erkennt, desto besser ist es für alle Beteiligten. Denn durch rechtzeitige Behandlung können ein Fortschreiten des Hörverlustes verhindert und die Lebensqualität deutlich verbessert werden. 
 

Hören mit Hörminderung  
 Viele bemerken die ersten Zeichen einer Hörminderung selbst gar nicht. Schlecht zu hören, bedeutet nämlich nicht unbedingt leiser zu hören. Alltägliche Dinge klingen auf einmal anders, als ob alles um einen herum verschwimmt. Bei einem Hörverlust gehen gewisse Frequenzen und Laute verloren. Man hört nur mehr unvollständig und aus „schön“ wird z. B. „Föhn“. Gesprächen kann man nur mehr schwer folgen. Viele Betroffene haben den Eindruck, dass Ihre Gesprächspartner*innen plötzlich undeutlich sprechen. 

Hören mit Hörverlust vs. Normales Hören
Hören mit Hörminderung vs. Hören ohne Hörminderung

Wie sich ein Hörverlust anfühlt

Anhand der folgenden drei Hörbeispiele können Sie selbst erleben, wie sich eine Hörminderung anfühlt – und damit die Hörminderung von Angehörigen und anderen betroffenen Personen besser verstehen. 

Neuroth Logo svg
Auto Hände am Lankred
Straßenverkehr

Auf dem Weg zur Verabredung, spät dran und im Stau: Wie klingt das mit unterschiedlicher Hörstärke?

Restaurant mit Menschen
Restaurant

Im Restaurant versteht man sein Gegenüber schwer Wie klingt das mit unterschiedlicher Hörstärke?

Zug am Bahnhof
Bahnhof

Bahnsteigdurchsagen, einfahrende Züge, viele Leute : Wie klingt das mit unterschiedlicher Hörstärke?

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Was Sie in den folgenden Hörbeispielen hören

Beispiel „Kein Hörverlust“ (Grad 0): Hervorragendes Hörvermögen, bei dem z.B. Flüstern problemlos hörbar ist. Beispiel „Leichter Hörverlust“ (Grad 1): Gutes Hörvermögen. Hören in einem Bereich von 20-40 dB ist möglich. Leise Geräusche wie z.B. das Ticken einer Armbanduhr oder das Rauschen der Blätter auf den Bäumen können in diesem Fall akustisch nicht mehr wahrgenommen werden. Beispiel „Mittlerer Hörverlust“ (Grad 2): Das Hörvermögen liegt noch in einem mittleren Bereich. Gespräche, Meetings oder laute Umgebungen strengen mehr an und machen oft ungewöhnlich müde. Unterhaltungen in der Gruppe oder Gespräche über bestimmte Distanzen hinweg werden hier deutlich schwieriger.   Es gibt noch zwei weitere (auch von der WHO definierte) Stufen von Hörverlust, die hier nicht dargestellt werden. Warum? Weil ein hochgradiger Hörverlust (Grad 3) und ein höchstgradiger Hörverlust (Grad 4) in einem Hörbeispiel nur schwer wiederzugeben sind.

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