Was bei Hörminderung von Angehörigen zu tun ist
Der Fernseher ist viel zu laut eingestellt, bei Gesprächen gibt es häufige Nachfragen und immer wieder wird man gebeten, doch deutlicher zu sprechen: Eine Hörminderung entsteht nicht von heute auf morgen, doch irgendwann fällt sie auf – insbesondere bei engen Angehörigen, bei Freund*innen oder auch bei Arbeitskolleg*innen, mit denen man regelmäßig zu tun hat. Doch die Betroffenen werden häufig nicht gleich selbst aktiv. Sie verdrängen die eigene Hörminderung und schieben einen Termin beim Hörcenter unnötig hinaus. Jemanden auf den Verlust der Hörstärke aufmerksam zu machen, ist ein sehr sensibles Thema. Dabei gibt es unterschiedliche Szenarien, wie die betroffenen Personen mit ihrer Hörminderung umgehen.

Wie sich ein Hörverlust anfühlt
Anhand der folgenden drei Hörbeispiele können Sie selbst erleben, wie sich eine Hörminderung anfühlt – und damit die Hörminderung von Angehörigen und anderen betroffenen Personen besser verstehen.
Wie Sie bei Angehörigen Hörverlust erkennen
Mühsame Gespräche
Sie müssen plötzlich Fragen öfter wiederholen oder werden gebeten, deutlicher oder lauter zu sprechen – und das in ruhigen Gesprächssituationen.
Der Blick auf die Lippen
Ihr Gegenüber hält häufiger als üblich Blickkontakt und beobachtet Ihre Lippen, während Sie sprechen. Das instinktive Lippenlesen ist häufig ein Signal dafür, dass die Person Sie schlechter versteht und das Hörvermögen nachgelassen hat.
Ermüdendes Zuhören
Ihr*e Angehörige*r ist nach längeren Gesprächen – egal ob am Telefon oder persönlich – erschöpft und muss sich ausruhen. Das liegt daran, dass das Zuhören anstrengender wird, denn die Person muss sich dabei sehr stark konzentrieren.
Rückzug und Isolation
Hat die betroffene Person früher immer angeregt an Diskussionen teilgenommen und sitzt nun ruhig dabei, ohne mitzureden? Oder zieht sie es generell vor, allein zu sein und vermeidet soziale Situationen? Wenn ja, kann dies ein Alarmsignal für einen Hörverlust sein. Denn wird nicht gehandelt, könnte beispielsweise persönliche Isolation die Folge sein.

Hörminderung bei Angehörigen verbessern
Es gibt Menschen, die aktiv mit ihrem Hörverlust umgehen und Maßnahmen ergreifen, um besser zu hören. Andere erkennen zwar, dass ihr Hörvermögen nachlässt, doch sie vermeiden es, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen, selbst wenn konkrete Anzeichen vorliegen. Schließlich gibt es auch jene, die ihren Hörverlust überhaupt nicht anerkennen und jegliche Unterstützung ablehnen. Erfahren Sie hier mehr dazu, wie Sie als Angehörige*r eine betroffene Person in verschiedenen Situationen hin zu mehr Hörstärke begleiten können.
Auf dem Weg zur Hörstärke sind wir an Ihrer Seite
Es ist oft nicht leicht, einen Hörverlust zu akzeptieren. Indem man sich aktiv mit dem eigenen Gehör auseinandersetzt, ist bereits ein wichtiger Schritt getan, den Sie mit Ihren Angehörigen bereits gemacht haben. In unserer Video-Serie zur Hörstärke erfahren Sie, wie es nun weitergeht.
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