Warum Hören immer subjektiv ist


Hören ist etwas sehr Persönliches. Dabei sind nämlich nicht nur unsere Ohren wichtig, sondern auch, wer wir sind und was wir bisher erlebt haben. Selbst unsere Stimmung kann einen Einfluss darauf haben, ob uns Geräusche besonders laut, sehr undeutlich oder befremdlich vorkommen. Es muss also nicht immer eine Hörminderung sein, wegen der jemand nicht mehr alles versteht. Umso wichtiger ist es, dass wir bei Neuroth in der Hörgeräteversorgung nicht nur auf das Gehör schauen, sondern auf den gesamten Menschen. Wir gehen immer individuell auf jede Person ein und begleiten sie so Schritt für Schritt am Weg zu besserem Hören und zu neuer Hörstärke.
Subjektives Hören heisst: Jede*r hört anders. Wir hören Geräusche nämlich nicht nur so, wie sie sind, sondern ordnen sie auf eine bestimmte Art und Weise ein. Der Grund: Hören ist ein kognitiver Prozess, er findet also in unserem Gehirn statt. Denn wir hören zwar mit unseren Ohren, verstehen aber mit dem Kopf. Unser Gehirn ermöglicht nicht nur das Wahrnehmen von Tönen, sondern filtert auch Klänge und interpretiert Geräusche für uns. Eine schwedisch-spanische Studie zeigte im Jahr 2016, dass nicht etwa die Lautstärke entscheidend dafür ist, wie wir Geräusche erfassen, sondern ob wir sie zum Beispiel als aufregend, spannend oder beruhigend empfinden. Denn Hören wird unter anderem von unseren Erfahrungen, Emotionen und Erwartungen geprägt. Es ist ein zutiefst individuelles Erlebnis. Deshalb kann es auch passieren, dass zwei Menschen, die laut einem professionellen Hörtest gleich gut hören, den Alltag völlig unterschiedlich wahrnehmen. Etwa dann, wenn eine Person gestresst, die andere entspannt ist. Die gestresste Person findet die Hintergrundgeräusche im Café unerträglich laut, der anderen fallen sie gar nicht auf. Das bedeutet für Neuroth: Technische Lösungen, die eine Hörminderung ausgleichen können, reichen in der Hörakustik nicht aus. Vielmehr braucht es eine ganzheitliche personalisierte Beratung sowie Hörgeräte, die auf die subjektive Realität der Kund*innen abgestimmt sind.
Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die bestimmen, wie wir hören: unsere Biografie, der soziale Kontext, aber auch die Psyche, körperliche Voraussetzungen oder kulturelle Prägungen. So wird eine geräuschempfindliche Person anders auf ein Live-Konzert reagieren als Fans der Band, denen ihre Lieblingssongs nicht zu laut sein können. Solche Unterschiede im Hören zu kennen ist wichtig – erstens um die Hörstärke richtig einschätzen zu können und zweitens um Hörgeräte bei Bedarf präzise an die subjektiven Gegebenheiten anzupassen.
Merken Sie im Alltag, dass Sie nicht mehr so gut hören wie früher? Oder dass Sie in bestimmten Situationen nicht mehr so gut verstehen? Überprüfen Sie Ihr Gehör jetzt online bei Neuroth – mit dem Hörtest für Zuhause.
Subjektives Hören wird nicht nur von biologischen Faktoren oder neuronalen Verbindungen geprägt, sondern hat auch eine kulturelle Komponente. Wie und wo wir aufwachsen, beeinflusst unser Hören genauso. Eine Studie aus Grossbritannien konnte das anhand von verschiedenen Vogelstimmen zeigen: Während der Gesang einer Amsel von den Teilnehmer*innen häufig mit Natur, Kindheit und Erholung in Verbindung gebracht wurde, reagierten manche unter anderem negativ auf Eulen. Der Grund: die kulturelle Symbolik. In einigen osteuropäischen Traditionen wird die Eule mit dem Tod assoziiert. Auch unbekannte oder schwer einzuordnende Geräusche wurden tendenziell schlechter bewertet.
Hören ist situationsabhängig. Ausschlaggebend dafür, wie wir Geräusche erleben, ist demnach immer auch die Situation, in der wir uns in dem Moment befinden. Neurowissenschaftler konnten vor einigen Jahren nachweisen, dass akustische Herausforderungen – Störgeräusche, undeutliche Sprache, oder Akzente – dazu führen, dass sich das Gehirn mehr anstrengen muss, um zu verstehen. Dieser Mehraufwand wird als Listening Effort bezeichnet. Hören fühlt sich anstrengender an. Finden Hörtests in ruhiger Umgebung statt, können diese situativen Unterschiede oft nicht erfasst werden. Bei der Versorgung mit passenden Hörgeräten sind aber gerade diese Nuancen entscheidend. Aus diesem Grund bilden wir bei Neuroth bei unseren professionellen Hörtests die Hörrealitäten unserer Kund*innen nach.
Professionelle Hörtests, wie sie bei HNO-Ärzt*innen oder auch bei Neuroth Standard sind, geben Aufschluss über Hörminderungen. Das Ergebnis ist ein Audiogramm, die grafische Darstellung des Hörvermögens einer Person. Es zeigt also, was die Person hören kann – und was sie nicht mehr so gut wahrnimmt. Diese wissenschaftlich fundierten Messergebnisse sind die Basis, um für die jeweilige Person und ihre Bedürfnisse passende Hörgeräte zu finden und ganz wesentlich, um die eigene Hörstärke wiederzuentdecken. Hörtests spielen auch eine wichtige Rolle in der Prävention. Bei Neuroth empfehlen wir, die Ohren ab dem 40. Lebensjahr mindestens einmal pro Jahr überprüfen zu lassen. Sollte man selbst oder sollten Angehörige bemerken, dass man nicht mehr so gut hört wie früher, ist die professionelle Überprüfung des Gehörs ebenfalls ratsam. Je früher eine Hörminderung erkannt wird, desto besser. So lässt es sich nämlich verhindern, dass das Hören im Laufe der Zeit weiter abnimmt. Stattdessen sorgen Hörgeräte von Neuroth dafür, dass Kund*innen auch in Zukunft hörstark bleiben.
Während standardisierte Hörtests unersetzbar sind, um zu messen, wie gut das Gehör funktioniert, sagen sie wenig über das subjektive Hören aus. Hilfreich können sie trotzdem sein. Denn es kann passieren, dass eine Person ein super Ergebnis beim Hörtest erzielt, aber von Einschränkungen beim Hören im Alltag berichtet. Unsere Hörakustiker*innen können in so einem Fall Hörminderungen ausschliessen und die Ursache woanders suchen. Dabei kann sich rausstellen, dass die Person Probleme beim Hören hat, weil sie gestresst oder krank ist und die Höranstrengung (der Listening Effort) für sie so einfach sehr hoch wird. Nicht immer sind Hörgeräte also die passende Lösung. Manchmal braucht es Veränderungen im Lebensstil, psychologische Unterstützung oder einfach einmal eine Auszeit.
Wenn wir bei Neuroth von Hörstärke sprechen, reden wir nicht nur davon, unsere Kund*innen mit passenden Hörgeräten zu versorgen. Es geht dabei auch darum, ihre Lebensqualität zu steigern und ihnen dabei zu helfen, sich im Alltag und unter Menschen wieder wohl zu fühlen. Denn oft ziehen sich Personen, die nicht mehr so gut hören, zurück, weil ihnen das ständige Nachfragen unangenehm ist. Wieder gut zu hören und sich mit anderen zu verstehen kann die soziale Teilhabe stärken. Ausserdem hält gutes Hören auch geistig länger fit. Das gilt nicht nur für Menschen mit einem Hörverlust, sondern auch, wenn das Verstehen von Sprache oder das Wahrnehmen von Klängen nicht mehr so gut klappt. Darum beziehen wir subjektives Hören in unsere ganzheitliche und personalisierte Betreuung mit ein. Als Profis für besseres Hören ist uns die Einzigartigkeit des Hörens bewusst – so individuell gehen wir auch auf die Bedürfnisse von Kund*innen ein.
Als eines der führenden Hörakustikunternehmen legen wir grossen Wert darauf, alle Faktoren, die das Hören beeinflussen können, in unsere Arbeit miteinzubeziehen. Wir schauen also nicht nur auf die Ohren, wir betrachten Menschen im Gesamten: mit ihren Biografien, Bedürfnissen und Prägungen. Wir beziehen stets neue wissenschaftliche Erkenntnisse und unsere langjährige Erfahrung mit ein. Denn wir bei Neuroth wissen: Hören ist individuell – so müssen auch unsere Lösungen sein.
Hörminderung, Hörgeräte oder Schwierigkeiten beim Verstehen: Unsere erfahrenen Hörakustiker*innen beraten Sie gerne persönlich und finden die für Sie beste Lösung. Kommen Sie am besten in ein Hörcenter in Ihrer Nähe.
Jede*r hört anders. Wir hören mit den Ohren, verstehen aber mit dem Kopf. Das Gehirn verarbeitet die akustischen Signale und interpretiert sie – das kann von Person zu Person unterschiedlich ausschauen. Und sich dann unterschiedlich anhören.
Das fängt damit an, wie und wo jemand aufgewachsen ist, wie sie oder er kulturell geprägt wurde oder welche Erfahrungen die Person gemacht hat. Auch das Alter oder neuronale Besonderheiten können eine Rolle beim subjektiven Hören spielen.
Unter anderem Stress, Krankheit, Stimmung, Emotionen, Konzentration. Auch die Situation, in der wir uns befinden, beeinflusst wie wir hören – und auch, wie anstrengend das Hören für uns ist. So ist der Listening Effort, der Höraufwand, in lauten Umgebungen zum Beispiel höher.
Mit einem standardisierten Hörtest lässt es sich nicht messen. Allerdings gibt es Möglichkeiten, Menschen gewissen Hörsituationen auszusetzen, um einen Eindruck vom subjektiven Hören und möglichen Einschränkungen zu bekommen.
Wenn man das Gefühl hat, nicht mehr so gut zu hören, ist es immer ratsam, einen Hörtest zu machen, zum Beispiel bei einer*einem HNO-Ärzt*in oder bei ausgebildeten Hörakustiker*innen. So kann festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um einen Hörverlust handelt.
Hörgeräte können bei Hörminderungen helfen, um wieder alle Töne und Klänge hören zu können. Trotzdem ist es in der Hörgeräteversorgung wichtig, auch über das subjektive Hörempfinden zu sprechen. Nur so lassen sich Hörlösungen optimal an eine Person anpassen.

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