Hörsturz: Wie man den plötzlichen Hörverlust erkennt und richtig reagiert



Specialist Clinical Audiology (MSCA), Influencer, Innovation
Wenn die Hörstärke von einer Sekunde auf die andere abnimmt, kann das an einem Hörsturz liegen. Betroffene Personen hören auf einmal manche Töne nicht mehr. Die Gründe, wie es zu diesem spontanen Hörverlust kommt, sind bis heute unklar. Fest steht: Während der Hörsturz sich bei der Mehrheit von selbst bessert, bleibt die Hörminderung bei anderen Menschen bestehen. In diesen Fällen können wir bei Neuroth das Gehör dabei unterstützen, zu neuer Hörstärke zu finden – und den Menschen helfen, wieder ganz Ohr zu sein.
Als Hörsturz bezeichnet man eine besondere Form der Hörminderung. „Ein Hörsturz ist eine meist einseitige Hörstörung, die – zack – innerhalb von Sekunden auftritt“, sagt Neuroth-Audiologe Max Bauer. „Man merkt dabei sofort, dass man einen Frequenzbereich plötzlich viel schlechter hört.“ Es sei ein Gefühl, als hätte man auf einmal Wasser oder Watte im Ohr. Schmerzen hat man aber keine. Zum Hörsturz kommt in manchen Fällen ein Tinnitus, ein dauerhaftes Ohrgeräusch. Weitere Nebenerscheinungen können Schwindelgefühle sein. Wie es zu einem Hörsturz kommt, ist nicht geklärt. Das unterscheidet den Hörsturz von anderen plötzlich auftretenden Hörminderungen – zum Beispiel von einem Knalltrauma, das sich in Folge einer lauten Explosion entwickelt oder vom akuten Lärmschaden durch sehr laute Musik.
In Deutschland erleiden jährlich zwischen 150.000 und 160.000 Menschen einen Hörsturz. Nur selten erwischt es Kinder. Wie viele Fälle von Hörsturz es wirklich gibt, lässt sich nicht genau sagen. Das liegt daran, dass betroffene Personen nicht immer Ärzt*innen aufsuchen, wenn sie schlechter hören. Manchmal legen sich die Symptome eines Hörsturzes schon nach wenigen Tagen wieder, die Hörstärke kommt von alleine zurück. Laut einer Studie aus Deutschland sind Frauen am ehesten zwischen 40 und 49 Jahren von einem Hörsturz betroffen, Männer hingegen erst später: zwischen 61 und 69 Jahren. [1] Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer*innen hatten neben der Hörminderung auch einen Tinnitus (Ohrengeräusche), acht Prozent verspürten Schwindel – in diesen Fällen ist ein Ärzt*innenbesuch unbedingt erforderlich, ratsam ist er aber immer.
Tritt ein Hörsturz auf, können die Schallwellen im Innenohr nicht mehr richtig verarbeitet werden. Darum spricht man von einer Innenohrschwerhörigkeit. In einem gesunden Ohr werden Schallwellen in der Gehörschnecke umgewandelt – in elektrische Nervensignale. Von dort gelangen sie ins Gehirn und werden verarbeitet. Bei einem Hörsturz funktioniert das nicht mehr. Warum das so ist, ist bis heute unklar. Manche Expert*innen vermuten, dass es sich bei einem Hörsturz um eine Durchblutungsstörung im Innenohr handelt. Das ist auch der Grund, warum ein Hörsturz umgangssprachlich als Ohrinfarkt bezeichnet wird. Als Anlehnung an den Herzinfarkt, einer Durchblutungsstörung in den Herzkranzgefäßen, der ebenfalls plötzlich auftreten kann.

Wie stark der Hörverlust ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Manche bemerken nur, dass sie nicht mehr ganz so gut hören, andere hören auf einem Ohr fast gar nichts mehr. Hörstürze unterscheiden sich auch, was die betroffenen Frequenzbereiche angeht. Es gibt vier Arten:
Unabhängig davon, welche Töne der Hörsturz betrifft und wie schwach oder stark er ausgeprägt ist, für betroffene Menschen kann er eine echte Belastung sein. Nimmt die Hörstärke ab, hat das einen großen Einfluss auf den Alltag der Personen. Wer schlechter hört, versteht in Gesprächen nicht mehr alles oder fühlt sich in Menschengruppen unwohl. Auch die Orientierung kann ihnen dann schwerer fallen, weil sie Geräusche räumlich nicht mehr zuordnen können. Umso wichtiger ist es, einen Hörsturz früh zu erkennen.
„Ein Hörsturz fühlt sich so an, als hätte man auf einmal Wasser oder Watte im Ohr.“
Ein Hörsturz tritt unvermittelt auf. Man hört von einer Sekunde auf die andere auf einem Ohr schlechter. Nur sehr selten sind beide Ohren vom Hörverlust betroffen. Neben der einseitigen Hörminderung gibt es auch einige andere Symptome, die auf einen Hörsturz hindeuten können:
Hörsturz und Tinnitus
In 41 bis 90 Prozent aller Fälle tritt neben der Hörminderung auch ein Tinnitus auf. [2] Darunter versteht man mitunter lästige Ohrengeräusche wie pfeifen, rauschen oder klopfen. Klingen die Symptome des Hörsturzes ab, verschwindet damit meistens auch der Tinnitus. Bleiben Hörverlust und Ohrengeräusche bestehen, können Hörgeräte zu einer Verbesserung der Situation beitragen. Die erfahrenen Hörakustiker*innen von Neuroth begleiten betroffene Personen auf dem Weg zu ihrem individuellen Hörsystem und zu neuer Hörstärke.
Hörsturz und Schwindel
Ungefähr jede dritte Person mit einem Hörsturz erlebt Schwindelgefühle. Es gibt auch Studien, wonach Schwindel die Hälfte aller Fälle betrifft. [3] Was der Grund dafür ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, es könnte aber daran liegen, dass die Gehörschnecke direkt neben dem Gleichgewichtsorgan liegt. Menschen, bei denen nicht nur einen Hörverlust, sondern auch Schwindel auftritt, sollten rasch zu einer*einem HNO-Ärzt*in. In Studien zeigt sich, dass das Auftreten von Schwindel eher mit einem dauerhaften Hörverlust einhergeht. Umso wichtiger ist es, möglichst früh mit einer Behandlung zu beginnen. [4]
Der Hörsturz ist eine Hörminderung ohne erkennbare Ursache. Er tritt also idiopathisch auf. Dennoch gäbe es Vermutungen, was ihm zugrunde liegen könnte, sagt Audiologe Max Bauer: „Es könnte sich um eine Durchblutungsstörung im Innenohr, eine Entzündung oder um oxidativen Stress handeln, eine Stoffwechselstörung, die zu Zellschäden führt.“ Auch ein Riss in der Membran der Hörschnecke könnte ein Auslöser von Hörsturz sein.
Mögliche Ursachen für eine spontane Hörminderung:
Bei einer Analyse von 23 Studien zum Thema Hörsturz waren Infektionen, Erkrankungen der Ohren, Verletzungen sowie Gefäßerkrankungen unter den häufigsten genannten Ursachen der plötzlichen Hörminderung. [5] Es wird vermutet, dass auch Stress den idiopathischen Hörsturz auslösen kann, indem er Störungen im Innenohr verursacht, die zu einer Schädigung der Haarzellen führen.
Sind die Symptome nur leicht ausgeprägt und hält sich der Hörverlust in Grenzen, kann es sein, dass der Hörsturz gar nicht weiter auffällt. Er wird dann oft erst im Rahmen von Untersuchungen oder Hörtests, die nicht mit dem Hörsturz in Zusammenhang stehen, erkannt. Im Großteil der Fälle bessert sich der Hörverlust sogar von allein. Es treten aber auch schwere Fälle auf, in denen die Person mit dem Hörsturz auf einem Ohr fast nichts mehr hört. Für viele ist das erst einmal ein Schock. Verständlich, mit einem Hörsturz rechnet ja niemand.
Vermutet man, dass man einen Hörsturz hat, gilt es, ruhig zu bleiben – so gut es eben geht. Dabei kann das Wissen helfen, dass es sich bei einem Hörsturz, auch wenn es sich dringend anfühlt, um keinen Notfall im klassischen Sinn handelt. „Ich bin dagegen, es einen Notfall zu nennen, weil man bei einem Notfall das Gefühl hat, man muss einen Krankenwagen holen. Das ist bei einem Hörsturz nicht so“, sagt Max Bauer. Der Audiologe empfiehlt aber, innerhalb von 24 Stunden „in der Audiologie eines Krankenhauses oder bei niedergelassenen HNO-Ärzt*innen vorzusprechen.“ Gerade bei einem schweren Hörverlust führt kein Weg daran vorbei.
Wenn Sie manche Töne von heute auf morgen nicht mehr hören, könnte das ein Anzeichen für einen Hörsturz sein. Mit unserem Online-Hörtest können Sie herausfinden, ob und welche Klänge Ihnen Schwierigkeiten bereiten.
Häufig verschwindet der Hörsturz so schnell, wie er gekommen ist. Es kann also sein, dass man nach kurzer Zeit wieder alles genau so gut hört wie vorher. Trotzdem ist der Besuch einer*eines HNO-Ärzt*in sinnvoll – vor allem wenn sich die Symptome wie Schwindel nach ein bis zwei Tagen nicht gebessert haben und der Hörverlust sehr stark ist.
Da die Ursache eines Hörsturzes unbekannt ist, geht es darum, sich andere mögliche Auslöser für den spontanen Hörverlust anzuschauen und auszuschließen. „Wenn eine Person auf einem Ohr nichts hört, könnte es sein, dass sie einen Fremdkörper im Gehörgang oder Flüssigkeit im Mittelohr hat“, sagt Audiologe Max Bauer. „Es könnte aber auch an einem gerissenen Trommelfell liegen. Das alles muss erst einmal ausgeschlossen werden.“
Mit einem Otoskop, einem Ohrspiegel, werden zunächst die Ohren untersucht. Damit kann sich die*der Fachärzt*in sowohl den äußeren Gehörgang und das Trommelfell als auch das Mittelohr genau anschauen. Etwaige Erkrankungen oder Verletzungen werden so sichtbar. Ein Tonaudiogramm gibt Aufschluss über das Hörvermögen und welche Töne die betroffene Person nicht mehr hört. Mithilfe einer Tympanometrie, bei der eine Sonde den Druck im Ohr verändert, lässt sich die Beweglichkeit des Trommelfells messen. All diese Untersuchungen sind schmerzlos und helfen der*dem HNO-Ärzt*in dabei, eine Diagnose zu stellen und mögliche Langzeitfolgen besser einzuschätzen. Erst wenn man weiß, womit man es zu tun hat, kann mit der Behandlung begonnen werden.
Da die Ursache eines Hörsturzes unbekannt ist, gibt es derzeit nur eine bewährte Behandlung. Die Standardtherapie ist Kortison, das entzündungshemmend wirkt. Es kann in Form von Tabletten eingenommen und als Infusion oder als Injektion ins Mittelohr verabreicht werden. „Kortison kann dazu führen, dass die Symptome verschwinden“, sagt Max Bauer. „Einen Beweis, dass es bei einem Hörsturz wirklich anschlägt, gibt es allerdings nicht.“ Das heißt: In einigen wenigen Fällen bleibt der Hörverlust auch nach der Gabe von Kortison bestehen. Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Denn in 80 Prozent aller Fälle verschwinden die Beschwerden nach ein paar Tagen wieder oder werden zumindest besser. [6] Entweder von selbst oder eben dank der Medikamente. HNO-Ärzt*innen entscheiden von Fall zu Fall, ob sie abwarten oder sofort mit der Behandlung beginnen. Letzteres passiert vor allem dann, wenn der Hörverlust sehr stark ist, es Vorerkrankungen der Ohren oder Schwindel gibt. Je früher man dann reagiert, desto kraftvoller kann die eigene Hörstärke schon bald wieder zurückkommen.

Grundsätzlich ist die Prognose bei einem Hörsturz gut. Bis zu 65 Prozent der betroffenen Personen sind nach dem Hörsturz so hörstark wie davor – und das sogar ohne Behandlung. „Zu diesen mehr als 60 Prozent, wo eine spontane Erholung innerhalb von etwa 14 Tagen eintritt, kommen weitere 20 Prozent, die sich ebenfalls zum Teil erholen“, sagt Max Bauer. Bei den restlichen 20 Prozent kommt es hingegen zu einem dauerhaften Hörverlust. Dabei spielen eine Vielzahl an Faktoren eine Rolle: das Alter, Symptome wie Schwindel, Stärke des Hörverlusts und auch, wie viel Zeit zwischen dem Auftreten des Hörsturzes und der Behandlung vergangen ist. Am ehesten erholen sich Menschen, die nur eine leichte Hörminderung verspüren, die den tiefen oder mittleren Frequenzbereich betrifft. Eine nicht ganz so gute Prognose haben alle, die sofort sehr schlecht oder gar nichts mehr hören. Doch selbst in solchen Fällen kann es zu einer Verbesserung kommen. Entscheidend ist eine schnelle Behandlung.
„Auch wenn die Wirkung von Kortison nicht zu 100 Prozent nachgewiesen werden kann, ist es doch die Standardtherapie. In der Hoffnung, dass es bei manchen hilft“, sagt Bauer. Die entzündungshemmenden Tabletten oder Infusionen werden ein paar Tage lang eingenommen beziehungsweise verabreicht. Es gibt auch die Möglichkeit, das Kortison direkt in das Ohr zu spritzen, damit es dort lokal wirkt.
Laut Max Bauer wird derzeit an anderen Behandlungsmöglichkeiten geforscht, um beispielsweise herauszufinden, ob Vitamin E, Selen oder Q10, das für die Energieproduktion in den Zellen wichtig ist, eine positive Wirkung nach einem Hörsturz entfalten können. Auch die Effekte von Antioxidantien – das sind Stoffe, die unsere Zellen schützen – werden im Hinblick auf eine Therapie gegen den Hörsturz untersucht. Bis gesicherte Erkenntnisse vorliegen, gibt es mit Kortison eine Standardtherapie, die umso besser ist, desto früher man mit ihr beginnt.
Weil man noch nicht weiß, wie es überhaupt zu einem Hörsturz kommt, lässt sich nicht eindeutig sagen, was zur Vorbeugung hilft. Was als gesichert gilt: Wer gesund lebt, verringert zumindest das Risiko für einen Hörsturz. Dazu gehört nicht rauchen, eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und den Stress im Alltag zu reduzieren. Auch wenn man bemerkt, plötzlich schlechter zu hören, sollte man versuchen, ruhig zu bleiben. Das ist oft leichter gesagt als getan, kann aber viel bewirken. „Das Wichtigste ist, sich bei einem Hörsturz zu beruhigen. Irgendwie aus dem Stress-Moment rauszukommen und sich Ruhe zu gönnen“, sagt Neuroth-Audiologe Max Bauer. Das ist auch deshalb so wichtig, weil zu viel Stress ja ein Auslöser für einen Hörsturz sein kann und ihn begünstigt. Anstatt dann zum Beispiel noch in der Nacht ins Krankenhaus zu fahren, empfiehlt Bauer den Personen, bei denen die Symptome nur leicht auftreten, lieber daheim zu bleiben und zu versuchen, sich über Nacht etwas zu erholen. Übrigens: Bei Personen, die schon einmal einen Hörsturz hatten, ist das Risiko sehr gering, einen zweiten Hörsturz zu erleiden. [7]
Wenig Stress, ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung und nicht rauchen: Damit verringert man das Risiko für einen Hörsturz.
Wer vermutet, dass sie oder er an einem spontanen Hörverlust leidet, ist bei einer*einem HNO-Ärzt*in am besten aufgehoben. Um einen ersten Anhaltspunkt zu bekommen, ob sich das Gehör verschlechtert hat und welche Töne davon betroffen sind, kann es bei Neuroth online oder per Hörtest App testen. Eine professionelle Überprüfung der Ohren ersetzt dieses Service von Neuroth nicht.
Während sich der Hörverlust durch einen Hörsturz dann bei fast zwei Drittel von alleine bessert – sogar ganz ohne Folgen für das Gehör – bleiben bei den restlichen Personen bestimmte Einschränkungen beim Hören bestehen. Zeigt sich im Laufe der Behandlung, dass es einen dauerhaften Hörverlust gibt, kann das für manche Menschen bedrückend sein. Es heißt aber nicht, dass sie mit den verlorenen Tönen leben müssen.
„Neuroth kann all jenen helfen, bei denen sich der Hörsturz nicht wieder zu 100 Prozent erholt“, sagt Max Bauer. Töne und Frequenzen, die verschwunden sind, können durch professionelle Hörgeräte zurück in den Alltag geholt werden. Und auch bei einem Tinnitus, der zusammen mit dem Hörsturz auftritt, ist der Besuch in einem unserer Fachinstitute sinnvoll. Denn mit der richtigen Versorgung, die Neuroth individuell auf jede Person und ihre Bedürfnisse abstimmt, werden die lästigen Ohrengeräusche für viele erträglicher. Manchen fallen sie auch gar nicht mehr auf.
Wenn Sie nach einem Hörsturz nicht mehr so gut hören wie früher, kommen Sie in eines unserer Neuroth-Fachinstitute. Dort kümmern sich unsere erfahrenen Hörakustiker*innen gerne um Sie und Ihre Ohren.
Ein spontaner Hörverlust, der ja ohne jede Vorwarnung auftritt, bringt oft große Veränderungen im Hören mit sich, auf die man sich nicht einstellen konnte. Personen, bei denen es zu einem dauerhaften Hörverlust kommt, nehmen bestimmte Frequenzbereiche plötzlich nicht mehr wahr. Töne verschwinden einfach. Und das kann richtig belastend sein, denn Hören betrifft alle Situationen im Leben. Wer nicht mehr so gut hört, muss in Gesprächen öfter nachfragen. Oder hat Schwierigkeiten, in lauten Umgebungen etwas zu verstehen. Selbst das Telefonieren kann mit einer Hörminderung zu einer echten Herausforderung werden. Manche Menschen ziehen sich zurück, weil ihnen das Nachfragen unangenehm ist und sie sich in Gruppen nicht mehr wohlfühlen. Bei Neuroth wollen wir ihnen zeigen, dass das nicht so sein muss. Moderne Hörgeräte bringen nämlich alle Klänge zurück in den Alltag – und damit auch ein großes Stück Lebensqualität.
Neuroth-Audiologe Max Bauer empfiehlt, frühestens acht Wochen nach dem Hörsturz mit der Hörgeräte-Versorgung zu beginnen. Zwei Monate sind auch der Zeitpunkt, wo man nicht mehr mit einer Besserung des Hörminderung rechnen kann. Der Hörverlust nach dem Hörsturz bleibt. „Vor den acht Wochen ist das Ohr noch sehr empfindlich und sollte eigentlich nicht überreizt werden“, sagt der Audiologe. Doch auch danach gehen die Hörakustiker*innen von Neuroth sehr behutsam vor. Sie achten darauf, das Ohr nicht zu überfordern, sondern es erst einmal zu stabilisieren. So kann es sich langsam an die Verstärkung durch das Hörgerät gewöhnen. Und die Hörgeräte-Träger*innen auch. Ein Hörgerät zu tragen, ist schließlich eine große Umstellung. Aus diesem Grund begleiten wir unsere Kund*innen auf ihrem Weg zu besserem Hören und sind auch danach für sie da. Denn das Leben macht mehr Spaß, wenn man es in all seinen Tönen genießen kann. Und mit unserer Hilfe ist das auch nach einem Hörsturz möglich.
Moderne Hörgeräte bringen nicht nur verloren geglaubte Töne zurück, sie können in Kombination mit sogenannten Noisern sogar bei einem Tinnitus, der durch einen Hörsturz entstanden ist, helfen. In einigen Fällen verschwindet das Surren, Brummen, Fiepen oder Rauschen sogar ganz.
Noiser sind unauffällige Geräte, die hinter dem Ohr getragen werden. Sie erzeugen ein angenehmes Rauschen, das den pfeifenden Tinnitus überlagert. Mit der Zeit nimmt man das lästige Ohrengeräusch immer weniger wahr. Gibt es neben dem Tinnitus auch eine Hörminderung, wie eben nach einem Hörsturz, hat man die Möglichkeit, sich für ein Kombinationsgerät zu entscheiden. Es verbindet die Funktionen eines Hörgeräts mit den Funktionen des Noisers. Die Träger*innen hören besser und achten gleichzeitig weniger auf den Tinnitus. Bis sie ihn irgendwann gar nicht mehr hören.
So können wir bei Neuroth all jene, bei die der plötzliche Hörsturz nicht ohne Folgen für das Gehör bleibt, dabei unterstützen, sich ihre Hörstärke wiederzuholen. Damit der Hörsturz nichts ist, worüber man stolpert. Sondern der Ausgangspunkt für einen Hörerfolg, der sich mit unseren Hörgeräten schon bald einstellt.
Hausmittel als solches gibt es leider nicht. Was den Heilungsprozess aber begünstigen kann, ist Entspannung. Stress kann nicht nur den Verlauf beeinflussen, sondern gilt auch als ein möglicher Auslöser für den Hörsturz. Ein gesunder Lebensstil kann übrigens helfen, das Risiko für einen Hörsturz zu verringern.
Manchmal sind die Symptome schon nach wenigen Tagen komplett weg, manchmal dauert es etwas länger. Nach etwa zwei Monaten geht man davon aus, dass sich am Hörverlust nichts mehr ändert.
Hörgeräte können dann helfen, wenn es bei einem Hörverlust bleibt. Sind Töne verloren gegangen, bringen sie alle Klänge zurück. Gegen lästige Ohrengeräusche (Tinnitus) kann man Noiser einsetzen, deren Rauschen den Tinnitus überdecken.
Hausmittel als solches gibt es leider nicht. Was den Heilungsprozess aber begünstigen kann, ist Entspannung. Stress kann nicht nur den Verlauf beeinflussen, sondern gilt auch als ein möglicher Auslöser für den Hörsturz. Ein gesunder Lebensstil kann übrigens helfen, das Risiko für einen Hörsturz zu verringern.
Manchmal sind die Symptome schon nach wenigen Tagen komplett weg, manchmal dauert es etwas länger. Nach etwa zwei Monaten geht man davon aus, dass sich am Hörverlust nichts mehr ändert.
Hörgeräte können dann helfen, wenn es bei einem Hörverlust bleibt. Sind Töne verloren gegangen, bringen sie alle Klänge zurück. Gegen lästige Ohrengeräusche (Tinnitus) kann man Noiser einsetzen, deren Rauschen den Tinnitus überdecken.

[1] https://www.tinnitus-liga.de/wp-content/uploads/2024/07/TF_2_24_Hesse-Kastellis.pdf
[2] https://www.meinmed.at/krankheit/hoersturz/1746
[3] https://www.tinnitus-liga.de/wp-content/uploads/2024/07/TF_2_24_Hesse-Kastellis.pdf
[4] https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/schwindel-bei-ohrinfarkt-verschlechtert-die-prognos,
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6143008/
[5] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4040829/pdf/10.1177_1084713811408349.pdf
https://journals.sagepub.com/doi/epub/10.1177/0194599819859885
https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/hno/ohrenerkrankungen/hoersturz.html
https://www.tinnitus-liga.de/hoersturz/
https://www.meinmed.at/krankheit/hoersturz/1746
https://www.netdoktor.at/krankheiten/hoersturz/
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6143008/
[6] https://www.meinmed.at/krankheit/hoersturz/1746
[7] https://www.tinnitus-liga.de/wp-content/uploads/2024/07/TF_2_24_Hesse-Kastellis.pdf